Fiat, 1927, 509A

Fiat „509A“, 1927

Das Modell 509, ein typisches Beispiel für ein Fahrzeug, das zu einem wahren „Volkswagen“ werden sollte, wurde 1925 eingeführt, doch bereits ein Jahr darauf wurde zur Korrektur gewisser Fehler der Mechanik, die sich sogleich nach der Markteinführung herausgestellt hatten, die verbesserte Version “A” vorgestellt. Mit dem Modell 509A gelang es Fiat, einen guten Verkaufserfolg zu erzielen, der u.a. auf die breite Auswahl der Karosserien zurückgeführt werden muß, zu denen auch die sog. Weymann-Karosserie gehörte. Diese Karosserie, die Elemente aus Gummi einsetzte, war in Frankreich von Charles Torres Weymann patentiert worden und ermöglichte die Realisation extrem leichter Karosserien, die sich im Vergleich mit den konventionellen Karosserien durch eine bessere Dämpfung der Fahrtgeräusche auszeichneten.

Sie bestand aus einem leichten Holzgestell, das mittels Gummielementen am Chassis des Fahrzeugs befestigt wurde, die mit gewachstem Tuch und Jute verkleidet waren und anschließend mit einem Kunstleder (Pegamoid) bezogen wurden. Dieses System war in den 20er Jahren sehr verbreitet, und das Patent wurde von mehreren Fahrzeugherstellern und unabhängigen Karosseriebauern genutzt. Allerdings hatte das von Weymann entwickelte System den Nachteil, daß während der Fahrt entstehende Stöße nur bedingt aufgefangen wurden und daß die Karosserien eine recht regelmäßige Form ohne starke Rundungen haben mußte. .

Das Museum zeigt das Fahrzeug in seinem Originalzustand. Die wichtigsten Komponenten des Wagens, darunter der von Weymann patentierte Holzrahmen, sind gut erhalten geblieben.

Audioguide

Fahrzeug
Hersteller: Fiat
Modell: 509A
Zylinderzahl / Hubraum: 4/990 ccm
Leistung: 22.2 PS bei 3400 UpM
Höchstgeschwindigkeit: 76 km/h
Länge: 3920 cm
Breite: 1420 cm
Höhe: 1685 cm
Baujahr: 1927
Anzahl der gebauten fahrzeuge: 69.165
Karosserie:
Hersteller: Fiat
Typ: Weymann-Limousine
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