10 min entfernt – VERONA

Zum Entdecken: Überreste aus der Römerzeit, mittelalterliche Spuren, venezianische Hinterlassenschaften und Ӧsterreichische Spuren, die sich den Wechsel in antiken Palästen auf der Piazza, an den Brücken und in den herrlichen Kirchen geben

Verona UNESCO-Weltkulturerbe ist, was die die Anzahl der gut erhaltenen Überreste aus der Römerzeit betrifft, die 2. Stadt hinter Rom und dank Shakespeare ist es die Stadt von Romeo und Julia.
Jedes Jahr findet in der weltberühmten Arena (das dritt größte Amphitheater Italiens) das bedeutende Opernfestival mit ca. 50 Opern in der Spielsaison statt.
Verona ist nicht nur Arena, sondern eine wichtige Messestadt mit einigen der bedeutendsten nationalen Veranstaltungen, wie: Vinitaly, Fiera Cavalli, Marmomac, Motorbike Expo, Eica und viele mehr.

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Die vielfältigen Gesichter der “Königin an der Etsch”
Es ist wahrlich so: Verona, seit undenklichen Zeiten in Höhe einer weiten Schleife des großen Flusses gelegen, der in den Rätischen Alpen entspringt, und neben der Tatsache, dass es eine der schönsten mittel bis großen Städte Italiens ist , bewahrt Memoiren-und was für Memoiren! – aus mehreren historischen Epochen. Bedeutend und sich ihres Zaubers bewusst, was sie übrigens schon immer war. In der Römerzeit, als die Lage an der Römischen Reichsstraße Via Postumia strategische Bedeutung verlieh und der Handel florierte , wie zu Zeiten von Theoderich und Alboino, als sie mit Pavia rivalisierte; in kommunaler Epoche wie in der kurzen, aber glänzenden Zeit der Scaliger-Herrschaft; und weiter unter den Visconti, Carraresi, Venedig, Österreich. Und heute ist sie eine Stadt mit florierender Wirtschaft, vor allem aber beliebt und besucht wegen ihres konsolidierten Images als Zentrum der Kunst, Geschichte und landschaftlicher Vorzüge.
Der notwendigerweise konzentrierte Überblick der Pflichtetappen in der Stadt beginnt mit dem klassischen Altertum: von der berühmten Arena, Amphitheater des I. Jh. v.Chr., zum Torbogen der Bòrsari (I. Jh. n. Chr.), der sich auf der antiken Via Postumia befand, und zum römischen Theater. Weiter geht es mit den prächtigen Realisationen der kommunalen Epoche und aus der Scaliger-Zeit: S. Zeno Maggiore (mit dem berühmten Triptychon von Mantegna) und S. Fermo Maggiore (Fresken von Pisanello), dem Dom und S. Anastasia, Arche Scaligere, Grabmal der Scaliger, und Castelvecchio (mit seinem Stadtmuseum). Zum Abschluss geht es durch den mittelalterlichen Zauber der Plätze delle Erbe, dei Signori (welch eine Pracht, die Einfügung des Renaissancebaus Loggia del Consiglio) mit den nicht wenigen und oftmals berühmten Werken (nicht zu versäumen S. Giorgio in Braida, Kirche aus dem 15./16. Jh., bereichert mit einem Meisterwerk : Martyrium des hl. Georg, von Veronese) aus venezianischer Epoche.

Text und Foto “Die vielfältigen Gesichter der Königin an der Etsch” sind aus dem Industrie-Tourismusführer entnommen. Herausgeber: Italienischer Touring Club 2003, Realisierung: auf Anstoß und in Zusammenarbeit mit dem Verband Museimpresa.

ROMEO & GIULIETTA
Die Geschichte von Julia und Romeo soll sich 1303 zugetragen haben, als die SKALIGER-HERRSCHAFT Verona dominiert . Nach der Regierungszeit von Alberto I. della Scala im Jahr 1301 geht die Regentschaft an den edelmütigen Bartolomeo, der vergeblich versucht, die von Hass erfüllten internen Konflikte zwischen den Veroneser Familien zu schlichten, die jeweils den rivalisierenden Parteien Welfen und Staufer bzw. Waiblinger (Ghibellinen und Guelfen / Kaiser- und Papstanhänger) angehören. In jenen Jahren ist die Rivalität zwischen der Familie der Montecchi und jener der Capuleti dermaßen entflammt, dass sie DANTE ALIGHIERI, von Florenz verbannt und Gast der Scaligeri, in seinem IV. Gesang ‚Fegefeuer‘ erwähnt .
MONTECCHI und CAPULETI, die beiden einflussreichsten Familien von Verona sind verfeindet. Auf einem Maskenfest im Haus der Capuleti entdeckt Romeo Montecchi beim Anblick von Julia, was wahre Leidenschaft ist. Nach dem Fest, auf dem sie sich begegnet sind und bei dem bei beiden Liebe entflammt ist, hört Romeo, der nachts unter dem BALKON von Julia steht, ihr Liebesgeständnis und sie erhält seine Einwilligung zu einer heimlichen Eheschließung. Mit Hilfe von Pater Lorenzo heiraten sie am darauffolgenden Tag. Mercuzio, ein Freund von Romeo, begegnet TEBALDO, dem Neffen von Madonna Capuleti, der außer sich gerät, als er entdeckt, dass Romeo auf dem Fest war, und die beiden geraten in Streit. Romeo schreitet ein und auf Tebaldos Herausforderung antwortet er mit Worten, die die neue Verwandtschaftsbindung andeuten, und weigert sich zu kämpfen. Mercuzio entrüstet sich über so viel Unterwerfung und zieht das Schwert; vergebens versucht Romeo die beiden Duellanten zu trennen, erreicht dadurch aber nur, dass Tebaldo die Gelegenheit bekommt, MERCUZIO tödlich zu treffen. So ist auch Romeo mit in den Kampf hineingezogen und tötet dabei Tebaldo.
Romeo wird VERBANNT und tags darauf, nachdem er die Nacht mit Julia verbracht hat, verlässt er Verona in Begleitung des Paters, und beabsichtigt, seine Hochzeit zum passenden Zeitpunkt bekanntzugeben. Julia, die vom Vater und ihrer Amme gezwungen wird, Graf Paride zu heiraten, täuscht vor, damit einverstanden zu sein, aber sie hat sich mit Pater Lorenzo abgesprochen, am Vorabend vor der Hochzeit ein SCHLAFMITTEL zu nehmen, das sie vierzig Stunden lang leblos wirken lässt. Pater Lorenzo kümmert sich darum Romeo zu benachrichtigen, der sie aus der Grabstätte befreien und nach Mantua bringen soll. Julia setzt den Plan um, doch die Mitteilung erreicht Romeo nicht, weil der Botschaftsüberbringer unter dem Verdacht einer Seuche festgehalten worden ist; er erhält die Nachricht von Julias Tod.
So besorgt sich Romeo bei einem Kräutermischer ein starkes Gift und begibt sich zur Julias Grabstätte, um seine geliebte Gattin zum letzten Mal zu sehen; doch am Eingang trifft er auf Paride und im Gefecht tötet er ihn. Nachdem Romeo JULIA zum letzten Mal GEKÜSST hat, trinkt er das Gift. Kurze Zeit später wacht Julia auf und findet ihren geliebten Romeo noch mit dem Pokal in der Hand tot auf. Ihr wird klar, was vorgefallen ist und ERDOLCHT SICH. Dieses tragische Ende wird vom Pater überbracht und die verfeindeten Familienoberhäupter, tief bewegt von der durch ihre Feindschaft verursachten Katastrophe, versöhnen sich wieder. Quelle www.verona.net. zurück auf die Webseite

DIE ARENA & DIE RÖMER
Dieses Bauwerk, das mehr als alle anderen an den römischen Ursprung der Stadt erinnert, ist ein in der ganzen Welt bekanntes Wahrzeichen. Seit 1913 nehmen die Stufenreihen der Arena sechshunderttausend Zuschauer der weltweit berühmten Opernsaison auf.
Die Arena von Verona ist ein grandioses Amphitheater, das drittgrößte unter jenen, die uns hinterblieben sind und das besterhaltene, obwohl ein VERHEERENDES ERDBEBEN im Jahre 1183 den Ring mit den dreifach überlagerten Arkaden, der die Arena völlig umgab, zerstört wurde. Von dieser einstigen Zierde ist nur noch ein Abriss geblieben, ein aus vier Bogenweiten gebildeter Flügel, der uns das gewaltige Ausmaß des Originalbauwerks erahnen lässt. Einwandfrei erhalten geblieben ist hingegen die interne Anordnung: eine ununterbrochene Reihenfolge aus 72 doppelten Steinarkaden, die eine hundertzehn Meter breite und hundertvierzig Meter lange Ellipse bilden.

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Sie wurden im ERSTEN JAHRHUNDERT nach CHRISTUS mit dem aus den Steinbrüchen der Provinz abgebauten Marmor errichtet. Aus Gründen der Verteidigung, die sich durch die ständigen Überfälle der Barbaren notwendig machte, wurde die alte Grenzmauer im Jahr 265 durch eine um einige Meter vergrößerte ersetzt und größtenteils mit gebrauchtem Material ausgeführt. Beim Amphitheater macht die mächtige unter Kaiser Gallienus errichtete Mauer eine Ausbuchtung, um das Monument mit einzubeziehen: die MAUERN des GALLIENUS. Sie sind noch heute sichtbar auf dem gleichnamigen dahinter liegenden Platz. Das interne Oval hat eine Hauptachse von ca. vierundsiebzig Metern und einer kleineren Achse von fünfundvierzig Metern. Die große Zuschauerbühne besteht aus fünfundvierzig Stufen, die eine durchschnittliche Höhe von ebenso vielen Zentimetern haben.
In der Kaiserzeit wurden darin zahlreiche Gladiatorenkämpfe ausgetragen, erwähnt auch von Plinius dem Jüngeren, und im Lauf der Jahrhunderte fanden dann Aufführungen jeder Art statt: Turniere, Wettspiele, Duelle, Ballettaufführungen, Zirkus und Darbietungen von Prosawerken. Im 19. Jahrhundert hatten ‚Koryphäen‘ die Idee, darin auch Heißluftballons aufsteigen zu lassen und Stierkämpfe zu organisieren, denen 1805 auch Napoleon Bonaparte beiwohnte.

Bereits seit grauer Vorzeit bewohnt, hatte Verona die ersten anhaltenden Beziehungen mit Rom im 4. Jh. v. Chr. und bereits 216 n.Chr. hatten die Menschen, die in diesem Gebiet angesiedelt waren, eine solche Größenordnung erlangt, dass sie als “anwesend mit einem eigenen Kontingent im römischen Heer, das die Schlacht bei Canne geschlagen hat” geführt wurden. 148 v.Chr. wurde das Gebiet in die Trasse von via Postumia, die das Tyrrhenisches Meer mit der Adria verband, einbezogen, und 49 v.Chr. wurde es Municipium, eine von Rom abhängige Stadt, und erhielt das römische Bürgerrecht. Es wurden Theater, Stadtmauern, Tempel, Paläste, Aquädukte, Kanalisìationen gebaut und die Stadt erlangte ihre Blüte unter den Flaviern. In der Stadt gibt es noch heute zahlreiche Bauwerke und Monumente, die von den römischen Ursprüngen und der in den Jahren des Kaiserreichs erlangten Bedeutung zeugen….Quelle www.verona.net per approfondire zurück auf die Webseite

DIE OPER
Durch das Bestreben des Veroneser Tenors Giovanni Zenatello, den hundertsten Geburtstag von Giuseppe Verdi feierlich zu begehen, ist die Arena seit dem Sommer 1913 Schauplatz einer grandiosen OPERNSAISON. Die erste Oper, die darin am 10. August aufgeführt wurde, war AIDA, die grandiose unter den Verdi-Opern, die für die Großartigkeit des Amphitheaters hervorragend geeignet ist, unterstützt von einer hervorragenden Akustik. Die Einweihung der Arena als Austragungsort des Opernfestivals mit der Aufführung von Aida war eines der wichtigsten internationalen Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu tausenden strömten die Opernfreunde aus allen Teilen Italiens und der Welt nach Verona: Amerikaner, Argentinier, Engländer, Franzosen, Russen, Deutsche, Holländer und Spanier. Zur Premiere waren berühmte Musiker und Schriftsteller anwesend, darunter Puccini, Mascagni, Pizzetti, Kafka, und sie war ein triumphaler Erfolg.
Es war die Geburtsstunde der größten Opernsaison der Welt unter freiem Himmel. Ihre Erfinder werden von da an mit dem immer großen Zuspruch des Publikums für ihre Bemühungen belohnt: jeden Sommer kommen sechshunderttausend Zuschauer in die Arena, um die insgesamt UM DIE FUNFZIG AUFFÜHRUNGSABENDE mit fünf oder sechs Opern, die von Jahr zu Jahr wechseln und bei denen alle größten Opernsänger aufgetreten sind, zu erleben. Wer zu einer Aufführung in der Arena geht, bleibt von der Großartigkeit der in den Pausen schnell wechselnden Bühnenbilder, von den Dimensionen des Orchestergrabens, der 150 Musiker aufnimmt, von den in der Oper als BÜHNE enthaltenen Massenszenen, neben dem Orchester auch 200 Chorsänger, 100 Tänzer und 200 Statisten beeindruckt. Und ebenso von der warmen Ausstrahlung des Publikums, das mit tausenden brennenden Kerzen, den lang anhaltenden Beifällen und den gnadenlosen Pfeifeinlagen sicher der schönste Teil der Vorstellung ist. Quelle www.verona.net. zurück auf die Webseite

DIE SCALIGER
Die Dynastie della Scala war eine der berühmtesten Herrschaften des italienischen Mittelalters und ihre kurze und glänzende Macht weckte sogar Hoffnungen auf eine Einheit Norditaliens.
Nichts ist bekannt über die Herkunft der Familie der Scaligeri, die von1277 bis 1387 in Verona herrschte.
Es gibt verschiedene Annahmen über ihre Herkunft: einige meinen, sie seien deutscher, oder genauer, bayrischer Herkunft, andere glauben, ihre Herkunft geht auf einen Soldaten zurück, der im Dienst des Kaisers stand und sich durch seinen Mut auszeichnete, andere wiederum (zuverlässigere Quellen) beschreiben sie als eine Familie von Wollhändlern.
Fest steht, dass Verona, nachdem Ezzelino da Romano 1259 bei einer Schlacht starb , das vorherige kommunale Gefüge wiederherstellte, um es wenige Jahre darauf (1262) Mastino I. della Scala, anzuvertrauen, der anfangs im Auftrag der Stadt als Podestà del popolo regierte und um sich alle Macht vereinigte . Sein Nachfolger, Alberto I. della Scala, wurde auf Lebenszeit Capitano del popolo gewählt und begann als Herrscher die Stadt Verona zu regieren, er machte Schluss mit der kurzen kommunalen Periode und es begann die Zeit der Signoria Scaligera. Die Familie della Scala gehörte über ein Jahrhundert der kaisertreuen Partei an und blieb Alliierte des deutschen Kaisers, zumindest bis zur Niederlage gegen die Visconti von Mailand, gegen die die Herrscher von Verona tapfer bis zum Ende kämpften. Der Herrschaftsbereich der della Scala ging an die Carraresi von Padua und gelangte 1405 endgültig in die Hände der Venezianer.
Den Scaligeri hat Verona eine Zeit von großer politischer und wirtschaftlicher Macht und seine gebietsmäßig maximale Expansion zu verdanken. Die Mauern entlang den ersten Hügeln im Norden bezeugen das ganz besonders und wie auch die zeitgleichen auf die gesamte Provinz übersäten Scaliger Burgen in Malcesine, Soave, Montorio, Villafranca, Torri del Benaco und Lazise, und der enorme Bergfried der Burg von Valeggio am Mincio sowie alle anderen Türme und Burgen am See (Biaza, Castelnuovo), auf den Hügeln (Illasi) und in der Tiefebene: Isola della Scala, Sanguinetto. Quelle www.scaligeri.com zurück auf die Webseite

 

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